Gemüsebrühe selbermachen auf Vorrat

Es ist Suppenwetter. Und es ist bzw. war Erntezeit. Für Sellerie, Petersilienwurzeln, Lauch, Karotten, Zwiebeln, und alles andere, was man für eine richtig gute Gemüsesuppe braucht. Gerade die richtige Gelegenheit also, um sich sehr einfach, günstig, und platzsparend mit einem Jahresvorrat an selbst gemachter Gemüsebrühe einzudecken – als Paste, nur mit Salz konserviert.

Die Erntesaison auf meiner Selbsternte-Parzelle neigt sich auch gerade dem Ende und daher habe ich schnell noch alle meine Wurzelgemüse ausgegraben. Den größeren Teil lagere ich vorerst im Keller ein, und ein kleinerer Teil kommt mir gerade recht für meinen Gemüsesuppen-Vorrat.

Beim Rezept habe ich mich an dem von Claudia von Miss Gliss orientiert, und die Zusammensetzung über die letzten paar Jahre immer wieder etwas nach meinem Geschmack angepasst. Die Brühe hält sich mindestens 1 Jahr, trocken und kühl (z.B. im Keller) gelagert. Meine Vorräte waren immer spätestens nach knapp eineinhalb Jahren aufgebraucht, da waren sie noch einwandfrei und hätten sich wahrscheinlich noch deutlich länger gehalten. Angebrochene Gläser bewahre ich im Kühlschrank auf.

Wenn du in der Suppe gerne noch kleine Gemüsestückchen erkennen möchtest, drehst du die Zutaten am besten durch den Fleischwolf. Wenn du es gerne feiner möchtest, kannst du die Paste auch in einem leistungsstarken Mixer (z.B. Vitamix) pürieren. Die Farbe wird dann deutlich grüner als bei der Fleischwolfvariante, abhängig von der Menge an Petersilie, Liebstöckel und Selleriegrün.

Die Salzmenge in meinem Rezept beträgt 30% der Gemüsemenge, d.h. auf jeweils 100g Gemüse kommen 30g Salz. Als Brühe passt diese Menge für meinen Geschmack perfekt, ich verwende einen gehäuften Teelöffel auf einen halben Liter Wasser. Wer es gerne salzärmer möchte, kann die Salzmenge aber auch auf 10-15% (d.h. 10 – 15g Salz auf 100g Gemüse) reduzieren. Die Haltbarkeit ist dann zwar tendenziell etwas kürzer, die Salzmenge sollte aber bei kühler, dunkler Lagerung immer noch absolut ausreichend sein, um die Brühe mehrere Monate zu lagern.

Gemüsebrühe selbermachen auf Vorrat

Zutaten
200 g Knollensellerie (inkl. Grün)
200 g Petersilienwurzel
350 g Karotten
150 g Lauch
150 g Zwiebeln
Daumengroßes Stück Ingwer
10 Stiele Petersilie
2-3 Stiele Liebstöckel
5 (frische) Lorbeerblätter
20 Wacholderbeeren
½ EL schwarze Pfefferkörner
Muskatnuss (frisch gerieben)
½ EL Kurkuma
feines Meersalz (Menge entsprechend der Gemüsemenge, siehe Text, oder unten)

Zubereitung
Gemüse und Kräuter waschen und putzen, ggf. schälen (den Ingwer in jedem Fall). Alles in ca. 1 cm dicke Stifte schneiden bzw. in ein Format und eine Größe, mit der euer Fleischwolf gut zurechtkommt (für den Mixer gehen auch größere Stücke).
Gemüse, Kräuter und Gewürze (außer Muskat, Kurkuma und Meersalz) abwechselnd durch eine mittelgroße Mahlscheibe drehen. Mit Kurkuma und Muskatnuss nach Geschmack würzen, die Masse abwiegen und pro 100 g Gemüsemasse 30 g Meersalz untermischen. In saubere, ggf. sterilisierte, Gläser füllen, verschließen, und kühl und dunkel aufbewahren.

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1 Kommentar

  1. Das freut mich wirklich sehr, dass Du auch aufs „Würzeln“ gekommen bist 😁. Ich finde es grandios!! Und Du hast vollkommen Recht, jeder kann die Zutaten wählen, auf die er Lust hat! Ganz lieben Dank für die Erwähnung, ich freu mich 🥰!

    Liebe Grüsse
    Claudia – MissGliss

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